Aktionen
Die wichtigste Unterschrift gegen die Atomindustrie ist die unter dem Vertrag eines Ökostromanbieters. Doch neben dem Stromwechsel ist politischer Druck weiterhin notwendig. Hier stellen wir einige Aktionen vor, die nicht Teil von "Atomausstieg selber machen" sind. Wir haben keinen Einfluss auf den Inhalt der extern verlinkten Websites.
KETTENreAKTION
Am Samstag, den 24. April 2010, wird es unter dem Motto "KETTENreAKTION: Atomkraft abschalten!" die große Anti-Atom-Menschenkette zwischen den Atomkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel und durch Hamburg geben. Zigtausende werden auf ca. 120 Kilometern ein starkes Zeichen für das Ende der Atomenergie und eine zukunftsfähige, ökologische Energiewende setzen.
www.anti-atom-kette.de
Woher kommt das Uran?
Die Initiative "Strahlendes Klima" hat sich auf die Spurensuche nach der Herkunft von Atomstrom gemacht und darüber einen Film gedreht. Die 20 jungen Filmemacher sind dafür nach Australien zur Uranmine "Olympic Dam" gereist. Der Film kann gegen eine Spende bestellt werden. Er darf kostenlos gezeigt, verbreitet und vervielfältigt werden. Die Filmemacher suchen noch Menschen, die den Film in Ihrer Stadt vorführen wollen! www.strahlendesklima.de
Energie in Bürgerhand
Die Energiekonzerne scheinen groß, mächtig und manchmal unbesiegbar. Doch jetzt gibt es die Chance einen Anteile an 90 Stadtwerken mit 7,5 Millionen Kunden zu kaufen und über deren Energieversorgung mitzubestimmen. Schon ab 500 Euro ist eine Beteiligung an der Genossenschaft Energie in Bürgerhand möglich.
Gas, Genossenschaft, Geschenke
Gasversorgung
Seit 1998 kann man seinen Stromanbieter frei auswählen und zu echtem Ökostrom wechseln. Erst seit kurzem bieten einige Ökostromanbieter auch Gas an und machen damit den großen Energiekonzerne noch stärkere Konkurrenz.
Gasangebot von EWS Schönau, derzeit nur in Baden-Württemberg
Gasangebot von Lichtblick, bundesweit verfügbar
Gasangebot von Naturstrom, bundesweit verfügbar
Hinweis: Die Gasangebote wurden nicht von Umweltverbänden geprüft, insbesondere nicht nach ökologischen Kriterien.
Mit einem gasbetriebenen ZuhauseKraftwerk von LichtBlick kann man im eigenen Keller Strom und Wärme produzieren.
Genossenschaften
Zwei der Ökostromanbieter sind Genossenschaften. Greenpeace Energy e.G. wurde als Genossenschaft gegründet und ist damit unabhängig von Kapitalgebern und geschützt vor Übernahmen. Die Anteile kosten 55 Euro. Das Geld wird für innovative Projekte mit dem Ziel einer Stromversorgung ohne Kohle und Atom verwendet. Greenpeace Energy bietet außerdem über die Tochterfirma Planet energy Genussrechte für eine Beteiligung an Ökostromkraftwerke an.
Die Elektrizitätswerke Schönau gehören der Netzkauf EWS e.G. Eine Beteiligung ist ab 500 Euro möglich. Ziel ist es vor allem Strom- und Gasnetze zu kaufen, um Unabhängig von den großen Stromkonzernen zu werden.
Naturstrom und Lichtblick haben die rechtliche Form einer Aktiengesellschaft, die Aktien werden jedoch nicht an der Börse gehandelt. Die Naturstrom-Aktien befinden sich im Streubesitz und können außerbörslich auf Nachfrage erworben werden.
Geschenke
Manchmal helfen die besten Vorsätze zum Stromsparen nicht. Lichtblick bietet Geräte an, mit denen man ganz leicht den Energie- und Wasserverbrauch reduzieren kann. Im Onlineshop von EWS Schönau finden Stromwechsel-Aktivisten alles was sie brauchen, um aktiv zu werden: T-Shirts, Broschüren und Geschenke.
Frauen wollen den Atomausstieg
Zwei Drittel aller Frauen lehnen Atomenergie ab. Dafür haben sie gute und richtige Gründe: technologische und gesundheitliche Risiken, ungelöste Probleme bei der Lagerung des Atommülls oder die Zerstörung und Verseuchung ganzer Landstriche durch den Uranabbau. Damit diese ablehnende Haltung auch wahrgenommen wird, macht genanet den Widerstand sichtbar. www.frauengegenatom.de
Petition zu Strahlenschutz
Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Strahlenschutz für den Bürger zu verbessern und das dafür bisher verwendete Rechenmodell "Reference Man" durch die strahlensensiblere Variante "Reference Embryo" zu ersetzen.
Eine vom Bundesamt für Strahlenschutz in Auftrag gegebene Studie hat ergeben, dass Kleinkinder unter fünf Jahren umso häufiger an Krebs, besonders an Leukämie erkranken, je näher sie an einem Atomkraftwerk wohnen. Daraus müssen jetzt Konsequenzen gezogen werden! Unterzeichnen Sie die Petition der IPPNW!
Atomkraft jetzt abschalten!
Die schwarz-gelbe Bundesregierung will den Atomausstieg kippen. Doch ob es tatsächlich zu Laufzeitverlängerungen für Atomreaktoren kommt und wenn ja, welche Meiler wie lange am Netz bleiben, hängt vom öffentlichen Druck ab. Unterzeichnen Sie die Erklärung für den Atomausstieg!
Zehn Lügen der Atomindustrie
Mit offensichtlichen Lügen und Halbwahrheiten versuchen Politiker und Atomindustrie die deutsche Bevölkerung auf eine Verlängerung der Laufzeiten für alte Schrottreaktoren einzustimmen. Der bayerische CSU-Pateivorsitzende Huber wirbt unverhohlen in der Bild am Sonntag mit dümmlichen Sprüchen für die Atomkraft (Uran, das zu 100% eingeführt werden muss, ist für ihn ein “heimischer Energieträger”). Mehr dazu im Infoblatt über die zehn Lügen der Atomlobby (PDF, 750 kb) von den Müttern gegen Atomkraft und dem Energiewendebündnis Nürnberg.
Termine
Jeden Samstag im Advent
In über 30 Städten findet an jedem Samstag im Advent um 2 vor 12 ein "Störfall-Mob" statt. Weitere Infos: www.ausgestrahlt.de
Aktionsorte (Karte): Hamburg, Bielefeld, Stuttgart, Potsdam, Bonn, Eutin, Heilbronn, Marburg, Ahaus, Mühlacker, Leipzig, Freisingen, Münster, Soest, Essen, Berlin, Düsseldorf, Hannover, Villingen, Trier, Neuss, Lüneburg, Braunschweig, Göttingen, Saarbrücken, Aachen, Wolfrathshausen, Ilmenau, München, Flensburg, Kiel, Offenburg, Bensheim, Ulm, Jena, Augsburg ...
5.9. Berlin
Große Anti-Atom-Demonstration mit bundesweiter Mobilisierung.
www.anti-atom-demo.de
www.ausgestrahlt.de
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