Widerstand leisten - für Wylfa und Oldbury
Das älteste Atomkraftwerk der Welt stand in Oldbury in Großbritannien. Am 29. Februar 2012 wurde es nach 45 Jahren Laufzeit endlich abgeschaltet. Das 40 Jahre alte AKW Wylfa 2 ging am 26. April 2012 vom Netz, der Zwilling Wylfa 1 soll 2014 folgen. Der rapide Abbau der Atomkraft in Großbritannien setzt sich damit fort. Zwei Drittel der britischen AKW wurden schon abgeschaltet, seit 15 Jahren kein neues mehr in Betrieb gegangen.
Neubauten als Ersatz für das älteste AKW der Welt?
Doch die Regierung plant einen Umschwung und will wieder neue Atomkraftwerke zulassen. Mit dabei waren bis vor Kurzem die deutschen Konzerne E.ON und RWE sowie die französischen Konzerne EdF und GDF Suez. E.ON und RWE haben gemeinsam das Unternehmen "Horizon Nuclear Power" gegründet und wollten bis zu sieben neue Atomkraftwerke bauen. Die Standorte standen bereits fest: es sind Wylfa und Oldbury.
Atomkraft ist nicht rentabel
Im März 2012 gaben die deutschen Atomkonzerne jedoch überraschend bekannt, dass sie sich aus finanziellen Gründen von den Neubauprojekten in Großbritannien verabschieden wollen. Wochen später meldete auch der französische Konzern GDF Suez, dass er nur dann bereit sei, neue AKW zu bauen, wenn die britische Regierung entsprechende finanzielle Anreize bereitstelle. Nun werden händeringend neue Investoren gesucht. - Diese Entwicklung zeigt vor allem eins: Ohne massive staatliche Subventionen war und ist Atomenergie nicht wettbewerbsfähig!
Wylfa und Oldbury
Der Standort Wylfa ist ganz im Norden von Wales auf der Insel Anglesey. Die nächstgelegenen Orte sind Cemaes und Tregle.
Oldbury-on-Severn liegt in South Gloucestershire im Südwesten von England, an der Grenze zu Wales. Die Großstadt Bristol ist nur 20 km entfernt.
Bürgschaften von der deutschen Bundesregierung?
Um den wirtschaftlich riskanten Bau des AKW Wylfa abzusichern, wurde bei der deutschen Bundesregierung eine Bürgschaft angefragt. Es ist ein Skandal, dass solche Bürschaften nicht grundsätzlich abgelehnt werden! Die Bundesregierung fördert damit Atomkraftwerke im Ausland. Weitere Informationen und Aktionen gegen die Atombürgschaften gibt es bei Urgewald.
Links
» Online-Protest: Atombürgschaften? Mit mir nicht Frau Merkel!
» People Against Wylfa B, PAWB (Englisch, Walisisch)
» Stop New Nuclear (Englisch)
» No 2 Nuclear Power (Englisch)
» Horizon Nuclear Power, noch E.ON + RWE (Englisch, Walisisch)
Kann man den Neubau von AKW verhindern?
Ja! Mit den Bauten wurde noch nicht einmal begonnen. Die offiziellen Genehigungs- verfahren sollen 2013 anfangen und die geplanten AKW frühestens 2020 in Betrieb gehen. Wenn wir Druck auf E.ON und RWE sowie auf die Entscheidungsträger in den Regierungen ausüben, lassen sich AKW-Neubauten nicht so leicht durchsetzen.
Die einfachste und wirksamste Maßnahme ist, die Strom- und Gasverträge bei den Konzernen zu kündigen und direkt zu einem unabhängigen Ökostromanbieter zu wechseln.
Ein anderes Mittel ist der Protest: wenn bei jeder Veranstaltung von E.ON und RWE in Deutschland und in Großbritannen gegen neue AKW demonstriert wird, sind sie schnell genervt.
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Bundesweite Termine
04.-13.05. Woche der Sonne
22.-24.05. Jahrestagung Kerntechnik (Stuttgart)
05.06. Tag der Umwelt
07.05. - 05.06. Einwände gegen das AKW Temelin 3+4 (Tschechien) möglich
Montags gegen Atomkraft
Montags - oder an einem anderen Tag - gibt es in vielen Städten regelmäßige Spaziergänge gegen Atomenergie. Informationen auf montagsspaziergang.de
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Weitere Termine und Aktionen stehen bei ausgestrahlt.





