RWE kündigen - Atompläne stoppen!
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RWE betreibt noch drei Atomkraftwerke in Deutschland. Seine milliardenschweren Neubaupläne für Atomkraftwerke in den Niederlanden und in Großbritannien hat der Konzern aus finanziellen Gründen zunächst auf Eis gelegt.
Zum RWE-Konzern gehören viele lokale Stromversorger und der Stromdiscounter "Eprimo". Neben Atomkraft setzt RWE vor allem auf die klimaschädliche Braunkohle.
Foto: Copyright Dominik Bund
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Wem gehört RWE?
Die Aktien von RWE sind breit gestreut. Mehrere Kommunen aus NRW haben zusammen knapp 17 % der Anteile. Die Versicherungen Allianz und Münchener Rück haben jeweils etwa 4 % (Quelle: Wikipedia).
Welche Energieversorger gehören zu RWE?
RWE ist an fast 100 kommunalen Stromversorgern (z.B. Stadtwerken) beteiligt. In der Tabelle sind nur die größten Beteiligungen aufgeführt.
Name | Versorgungsgebiet | RWE-Anteil | Atomstromanteil |
|---|---|---|---|
eprimo | bundesweit | 100 % | 16 % |
RWE Vertrieb | NRW, Rheinland-Pfalz | 100 % | 17 % |
enviaM | Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt | 60 % | 12 % |
KEVAG | Koblenz | 58 % | 17 % |
Lechwerke LEW | Bayern | 90 % | 16 % |
Süwag | Hessen | 78 % | 19 % |
energis | Saarland | 44 % (indirekt) | 16 % |
EWR (Worms) | Rheinland-Pfalz/Hessen | 50 % | 19 % |
Quelle: RWE Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen, Internetseiten der Unternehmen
Welche Atomkraftwerke betreibt RWE?
RWE betreibt drei Atomkraftwerke in Deutschland. Zudem gehört RWE ein Sechstel der Urananreicherungsanlage Gronau (Niedersachsen).
Name | Bundesland | in Betrieb seit | Status |
|---|---|---|---|
AKW Biblis A | Hessen | 1974 | 2011 abgeschaltet |
AKW Biblis B | Hessen | 1976 | 2011 abgeschaltet |
AKW Emsland | Niedersachsen | 1988 | Restlaufzeit bis Ende 2022 |
AKW Gundremmingen B | Bayern | 1984 | Restlaufzeit bis Ende 2017 |
AKW Gundremmingen C | Bayern | 1984 | Restlaufzeit bis Ende 2021 |
AKW Mülheim-Kärlich | Rheinland-Pfalz | 1987 | 1988 abgeschaltet |
AKW Borssele 1 | Niederlande | 1973 | RWE-Beteiligung seit 2011 |
AKW Borssele 2 | Niederlande | geplanter Neubau mit RWE-Beteiligung |
Mehrfach hat RWE versucht, neue AKW im Ausland zu bauen. In Bulgarien (Belene) und Rumänien (Cernavoda) sind sie damit gescheitert.
Woher kommt der RWE-Strom?
RWE ist der größten Stromerzeuger in Deutschland. Fast zwei Drittel (62 %) des RWE-Stroms kommt aus Kohlekraftwerken, mehr als ein Viertel (27 %) aus Atomkraftwerken. Der Anteil der Erneuerbaren Energien beträgt nur 3 % Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil der Erneuerbaren an der gesamten Stromproduktion in Deutschland beträgt bereits 17 Prozent (2010).
Quelle: RWE AG, Facts & Figures 2011, S. 171
Grafik: Florian Noto/Atomausstieg selber machen
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