A- | A | A+

Dezember 2008

Stromkonzerne verdreifachen Gewinne

29. Dezember 2008 - Mit den Strompreisen steigen auch die Profite der großen deutschen Energieversorger: In den letzten fünf Jahren konnten die vier Großen der Branche, E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW, ihre Gewinne mehr als verdreifachen. Gleichzeitig sind die Strompreise um mehr als die Hälfte gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der grünen Bundestagsfraktion. "Auf dem deutschen Markt herrscht nach wie vor kein echter Wettbewerb bei der Erzeugung von Strom", kritisierte die grüne Vize-Fraktionschefin, Bärbel Höhn. Jörg Michel, Berliner Zeitung

Projektgesellschaft für AKW Belene gegründet

21. Dezember 2008 - Trotz massiver Kritik von Umweltschützern und Skepsis im eigenen Aufsichtsrat treibt der Essener Energiekonzern RWE den Bau des umstrittenen bulgarischen Atomkraftwerks Belene immer schneller voran. Die Tochtergesellschaft RWE Power und der bulgarische Stromversorger NEK unterzeichneten jetzt ein Joint-Venture-Abkommen. Die gemeinsame Projektgesellschaft, an der NEK 51 Prozent hält, soll RWE-Investitionen von mindestens 1,275 Milliarden Euro vorbereiten. Andreas Wyputta, taz.de

Morddrohung gegen bulgarische AKW-Gegner

19. Dezember 2008 - Zwei bulgarischen Atomkraftgegner haben Morddrohungen wegen ihres Engagements gegen das geplante AKW Belene erhalten. Beide wurden gewarnt, dass ihr Leben in Gefahr sei, wenn sie ihr Engagement gegen Belene fortsetzen. Die Biobäuerin Albena Simenova erhielt einen Anruf mit dem Hinweis, dass sie alle für den Tag geplanten Aktivitäten abblasen solle, wenn sie abends noch leben wolle. Die prominente Umweltschützerin wurde bereits 2005 wegen ihres Engagements gegen Belene bedroht. Pressemitteilung von urgewald

Frankfurter Rundschau über Albena Simenova: Nicht ohne Bodyguard

"Verstrahlter Goldesel"

12. Dezember 2008 - Der Atomreaktor Biblis B soll erst 2013 vom Netz. Bürgerrechtler kritisieren, dass der Meiler schon jetzt eine große Gefahr darstelle. Eine Klage der IPPNW hat gute Chancen, erfolgreich zu sein. Armin Simon, taz

Machtkampf bei RWE - wird AKW Belene gestoppt?

8. Dezember 2008 - Beim Essener Energiekonzern RWE spitzt sich die Auseinandersetzung zwischen Vorstandschef Jürgen Großmann und dem Aufsichtsrat zu. Bei seiner Sitzung am Donnerstag will das Kontrollgremium seine Geschäftsordnung so ändern, dass es über große Investitionen wie den von Großmann geplanten Bau des Atomkraftwerks Belene (Bulgarien) mitentscheiden kann. Der Vorstoß im Aufsichtsrat soll dem Vernehmen nach vor allem von Gewerkschaftsvertretern und dem SPD-Flügel ausgehen.
Der Westen: RWE-Chef Großmann gerät unter Druck 
Vera Grasow, Frankfurter Rundschau: Aufsichtsrat gegen Atominvestition
Jürgen Flauger, Handelsblatt: Machtspiele belasten RWE
Harald Schumann, Tagesspiegel: Atomprojekt auf wackeligem Boden
Andreas Wyputta, taz: Erdbebengefahr bei RWE

"TSG Hoffenheim des Strommarkts"

5. Dezember 2008 - Ökostrom zu wettbewerbsfähigen Preisen anzubieten - mit dieser Idee hat Heiko von Tschischwitz (Gründer von Lichtblick) die deutschen Energieversorger herausgefordert und vor Gericht besiegt. Heute zollen ihm die Konzerne Respekt. Portrait von Stephan Radomsky, Financial Times Deutschland

Ökostrom statt Tupperware

3. Dezember 2008 - Ulla Gahn steht unter Strom - unter Ökostrom. Die 35-jährige ist Erfinderin der sogenannten Ökostrom-Wechselpartys und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Das Party-Prinzip ist einfach: Bei Kaffee und Kuchen beantworten Experten Fragen zum Ökostrom. Für die Werbeindustrie will sich die ehrenamtliche Weltretterin allerdings nicht vereinnahmen lassen. Grit Krause, Deutschlandradio Kultur

CDU für (langsamen) Atomausstieg

2. Dezember 2008 - Auf dem Bundesparteitag in Stuttgart hat die CDU sich erstmals zu einem Atomausstieg bekannt. Neue Atomkraftwerke sollen nicht gebaut werden, die existierenden Kraftwerke aber länger laufen. So solle die "Kernenergie als Brückentechnologie" die Einführung erneuerbarer Energien "schneller voranbringen".

Atomkraftwerke: Konstanzer-CDU bringt Bundespartei auf Kurs (Südkurier)
Konstanz: Peter Friedrich (SPD) kritisiert die CDU (KN-News)
CDU gegen Neubau von Atomkraftwerken (Tagesspiegel)
Umweltministerin Conrad (Rheinland-Pfalz): "Atomkraft und 'Bewahrung der Schöpfung' schließen sich aus!"

Schwarzbuch Vattenfall

1. Dezember 2008 - Vattenfall versucht sich mit immer neuen Kampagnen ein grünes Mäntelchen umzuhängen. Mit irreführenden Reports und Schein-Initiativen für den Klimaschutz führt der Konzern ein hinterhältiges Spiel mit der Öffentlichkeit. Mit dem "Schwarzbuch Vattenfall - strahlend und verkohlt hinein in den Klimawandel" macht Greenpeace auf die zweifelhaften Machenschaften, den aggressiven Lobbyismus und die wahren Klima-Kampagnen des Konzerns aufmerksam. Schwarzbuch Vattenfall

Zürcher Bürger beschließen Atomausstieg

1. Dezember 2008 - Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben am 30. November mit 76,4 Prozent Ja-Stimmen-Anteil einem mittelfristigen Ausstieg aus der Atomenergie zugestimmt. Gleichzeitig befürworten sie eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs sowie eine beträchtliche Senkung der CO2-Emissionen bis ins Jahr 2050. In der Gemeindeordnung wird künftig stehen, dass sich die Stadt Zürich (Schweiz) an keinen neuen Atomkraftwerken beteiligt und auch auf neue Bezugsrechte für Atomstrom verzichtet. Neue Zürcher Zeitung

November 2008

Richter bremsen Expansion von RWE und E.ON

11. November 2008 - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat eine weiteren Ausdehnung des Energiekonzerns E.ON untersagt. Nach den Worten des Karlsruher Gerichts verfolgen E.ON und RWE als Marktführer die Strategie, an zahlreichen Stadtwerken Minderheitsbeteiligungen zu erwerben, um ihre Absatzgebiete zu sichern. Zusammen halten sie nach BGH-Angaben schon jetzt Beteiligungen an mehr als 200 Unternehmen. "Zusätzliche Beteiligungen würden den Wettbewerb weiter einschränken", entschied der BGH. Welt Online

Sophie, 19, hält den Castor auf

10. November 2008 - Friedlich hat sie sich gegen den Atom-Müll-Transport gestemmt: Die Auszubildende Sophie Strasser hat im Protest-Camp bei Gorleben die korrekte Form der Sitzblocke geübt, gefroren und den Punk-Rock genossen. Morgen stellt sie um auf Ökostrom. Spiegel Online

Atommüll-Transport ins Zwischenlager Gorleben

Der Atommüllzug rollt, Live-Berichterstattung gibt es auf folgenden Websites:

www.castor.de/ticker - Tag X Liveticker aus dem Wendland
www.castor.de - Wo ist der Castor?
twitter.com/castor2008
www.taz.de/castor - Castor-Ticker der taz
www.wendland-net.de/ticker - aktuelle Hintergründe
www.contratom.de- aktuelles zum Castor
www.wir-klimaretter.de/castorblog

Gorleben: Zwischen- oder Endlager?

7. November 2008 - Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Zwischenlager und dem Endlager Gorleben? Ist das Endlager geologisch geeignet um Atommüll für alle Zeit sicher aufzubewahren? Fernsehreportage im ZDF

RWE: Der Anfang vom Ende?

3. November 2008 - 80.000 Protestpostkarten von Campact und urgewald, Proteste von Greenpeace und vielleicht auch die Pressemitteilung von "Atomausstieg selber machen" haben Eindruck gemacht - der Aufsichtsrat von RWE hat dem Vorstand keine freie Hand für die Investition in das rumänische Atomkraftwerk Belene gegeben, das in einem Erdbebengebiet gebaut werden soll. Aufgeschoben ist (leider) noch nicht aufgehoben. Aber vielleicht der Anfang vom Ende? Zumindest sind auch bundesweite Medien auf das Thema aufmerksam geworden, vor allem die Finanzpresse berichtet.
Jürgen Flauger, Handelsblatt: RWE forciert AKW-Bau
FTD: Kein RWE-Beschluss zu Einstieg in bulgarisches Kernkraftwerk Belene
Pressemitteilung von urgewald

RWE: Entscheidung über Belene

1. November 2008 - Am Sonntag müssen die Oberbürgermeister von drei Revierstädten im RWE-Aufsichtsrat mitentscheiden, ob sich das Unternehmen am Bau eines umstrittenen Atomkraftwerks in Bulgarien beteiligt. Brisant wird es vor allem für die SPD-Vetreter. Und die Kernkraftgegner machen Druck.
Jürgen Polzin, WAZ: Die Oberbürgermeister und das Atomprojekt
Andreas Wyputta, taz: Angst vor neuem Tschernobyl

Oktober 2008

Ist Ihr Stromgeld schon in Bulgarien?

30. Oktober 2008 - Der Energiekonzern RWE will sich mit über einer Milliarde Euro am Atomkraftwerk Belene in Rumänien beteiligen. "RWE finanziert mit dem Geld der deutschen Stromkunden die herbeigesehnte Atomrenaissance", kritisiert Florian Noto, Sprecher von "Atomausstieg selber machen". "Kunden von RWE sollten jetzt handeln und zu einem unabhängigen Ökostromanbieter wechseln".
Pressemitteilung von "Atomausstieg selber machen"
Online-Protestaktion von Campact und Urgewald

Können sieben AKWs abgeschaltet werden?

Weil sie nicht gegen Terrorattacken geschützt sind, können Bund und Länder die Stilllegung von Atomreaktoren durchsetzen. Betroffen sind die Kernkraftwerke Brunsbüttel, Philippsburg I, Isar I, Biblis A und B, Neckarwestheim I und Unterweser.
Malte Kreutzfeld, taz: Politik kann alte AKWs abschalten
Rheinische Post: Gabriel für Abschaltung alter Atommeiler

Demonstrieren gegen Atomkraft (un)erwünscht

26. Oktober 2008 - In zwei Wochen soll Atommüll von Frankreich ins Zwischenlager Gorleben transportiert werden. Die Polizei verhängt wieder einmal ein Demoverbot entlang der Bahnstrecke.
Jürgen Voges, taz.de: Castor-Gegner proben Aufstand
Reimar Paul, junge Welt: Kritiker unerwünscht
Busfahrbörse / Mitfahrzentrale ins Wendland

Vorsicht vor Schummelstrom!

23. Oktober 2008 - Ob Entega, Eprimo oder Naturenergie – unter neuen Namen versuchen die vier marktbeherrschenden Energiekonzerne E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW ihr ausgedehntes Konzerngeflecht zu verbergen. Dem Kunden wird ein Wettbewerb auf dem Strommarkt vorgetäuscht, der kaum existiert. Wechselwillige Stromkunden landen immer wieder bei denselben Konzernen.
Pressemitteilung von "Atomausstieg selber machen"

RWE-Chef ignoriert Kritik aus eigenen Reihen

Der Chef des Essener Stromkonzerns RWE, Jürgen Großmann, plant gegen Widerstand im eigenen Aufsichtsrat eine Beteiligung am bulgarischen Atomkraftwerk Belene. Aktionärsvertreter und eine Mehrheit im Aufsichtsrat sehen das Projekt kritisch. Mehrere deutsche Banken haben sich wegen Umweltbedenken bereits aus der Finanzierung des Projektes verabschiedet. Die Welt

Kein Atomausstieg mehr vor der Wahl

19. Oktober 2008 - RWE und EnBW umgehen die fällige Abschaltung dreier Atomkraftwerke. Vor der Bundestagswahl im Herbst 2009 wird kein einziges deutsches Atomkraftwerk mehr stillgelegt werden. Um den gesetzlichen Ablauf der Betriebsgenehmigung zu vermeiden, nehmen die Betreiber die betroffenen AKW einfach vom Netz. Sie setzen darauf, dass Union und FDP die Wahl gewinnen.
Bernward Janzing, taz.de: Stromkonzerne tricksen

Greenpeace: Konzernspielchen mit AKW-Laufzeiten

RWE will Atomkraftwerk in Erdbebengebiet bauen

6. Oktober 2008 - RWE hat den Zuschlag als strategischer Investor für den Bau des umstrittenen Atomkraftwerkes Belene in Bulgarien erhalten. Damit soll der deutsche Atomkonzern etwa 1,3 Milliarden Euro als Eigenkapital und weitere 280 Millionen als Kredit bereitstellen. Die Gesamtkosten für das AKW, das in einem Erdbebengebiet gebaut werden soll, werden auf sieben Milliarden Euro geschätzt. Atomausstieg selber machen empfiehlt den Wechsel zu einem von Atomkonzernen unabhängigen Ökostromanbieter.
Pressemitteilung von "Atomausstieg selber machen"

Zwei Jahre "Atomausstieg selber machen"

1. Oktober 2008 - Seit genau zwei Jahren heißt es für Stromkunden "Atomausstieg selber machen". Als Träger der gleichnamigen Kampagne rufen seit Oktober 2006 Umwelt- und Verbraucherschutzverbände dazu auf, über ihre Stromrechnungen nicht länger die Atomindustrie zu finanzieren. Die Zahl der Ökostromkunden hat sich in diesem Zeitraum von 300.000 auf 600.000 verdoppelt.
Pressemitteilung von "Atomausstieg selber machen"

September 2008

Bundestag setzt auf Ökostrom

30. September 2008 - Während im Deutschen Bundestag die Parteien über die Energieversorgung Deutschlands streiten, erfolgt die Stromversorgung Atomstromfrei und regenerativ: Ab 1. Oktober 2008 beziehen die Liegenschaften des Deutschen Bundestages Strom von LichtBlick. Nach einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung erhielt der unabhängige Hamburger Ökostromanbieter den Zuschlag für die Versorgung von insgesamt elf Standorten, darunter auch dem Reichstagsgebäude. Der Stromverbrauch des Deutsche Bundestags und seiner Liegenschaften liegt bei etwa 40 Millionen kWh pro Jahr, davon werden gut 30 Prozent in hauseigenen Blockheizkraftwerken sowie durch Photovoltaikanlagen auf den Parlamentsneubauten selbst erzeugt. Der Strom von LichtBlick deckt den restlichen Bedarf der Bundestagsliegenschaften.
Pressemitteilung vom Bundestag
Pressemitteilung von LichtBlick

Informations-Offensive für türkischsprachige Mitbürger

29. September 2008 - Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) starten eine Informationsoffensive für die ca. 2,7 Mio. Bürger türkischer Abstammung in Deutschland. Gerade in dieser Gruppe herrscht ein hoher Informations- und Beratungsbedarf, dem bislang ungenügend entsprochen wird. Die Idee entstand im Gespräch mit dem Europa-Parlamentarier Cem Özdemir.
Pressemitteilung auf deutsch

EWS, elektrik şirketini değiştirme ve enerji tasarrufu hakkındaki bilgiler artık Türkçe´de mevcut.
Flugblatt Güçlü davranın - Nükleer enerji yerine çevreyi koruma (PDF)
Informationen über die EWS Elektrizitätswerke Schönau Şirket Tanıtımı (PDF)

Neuer Träger: BI Lüchow-Dannenberg

29. September 2008 - Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg e.V. ist als 21. Organisation Träger von "Atomausstieg selber machen". Die BI ist bundesweit bekannt durch ihren Einsatz gegen den Transport von Atommüll ins oberirdische Zwischenlager Gorleben. Der nächste Castor-Transport wird für Anfang November erwartet.
www.bi-luechow-dannenberg.de

SPD gegen Atomkraft

25. September 2008 - "Wir können und wollen keine Energiepolitik mittragen, mit der wir unseren Kinder und allen nachkommenden Generationen weiter wachsende radioaktive Müllberge vor die Tür stellen." Ulrich Kelber, stellv. Fraktionsvorsitzender im Bundestag in einer SPD-Pressemitteilung

Zehn Lügen der Atomindustrie

23. September 2008 - Mit offensichtlichen Lügen und halbwahrheiten versuchen Politiker und Atomindustrie die deutsche Bevölkerung auf eine Verlängerung der Laufzeiten für alte Schrottreaktoren einzustimmen. Der bayerische CSU-Pateivorsitzende Huber wirbt unverhohlen in der Bild am Sonntag mit dümmlichen Sprüchen für die Atomkraft (Uran, das zu 100% eingeführt werden muss, ist für ihn ein “heimischer Energieträger”). Mehr dazu im Infoblatt über die zehn Lügen der Atomlobby (PDF, 750 kb) von den Müttern gegen Atomkraft und dem Energiewendebündnis Nürnberg.

Wahlkampf in Bayern - streit ums Atom

18. September 2008 - Fünf Atomkraftwerke laufen noch in Bayern und am nächsten Wochenende sind Landtagswahlen. Die derzeitige Landesregierung und die Atomkonzerne fordert den "Ausstieg aus dem Atomausstieg". Bund Naturschutz, Mütter gegen Atomkraft und mehrere Bürgerinitiativen haben die "10 Phrasen der Atompolitik" kritisch geprüft. Fakten und Hintergründe vom Bund Naturschutz

40 Mrd. Euro Subventionen für Atomkraft

15. September 2008 - Jahrzehntelang ist Atomstrom in Deutschland massiv durch den Staat gefördert worden. Mehr als 40 Milliarden Euro gab allein der Bund nach Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung bereits für die Förderung der Atomenergie aus, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung ermittelt hat. Hinzu kommen Ausgaben der einzelnen Bundesländer und versteckte Subventionen durch Steuervorteile. Christian Rohde, Frontal21 (ZDF)

Droht die Stromlücke?

17. September 2008 - Die Deutsche Energieagentur warnt vor einer "Stromlücke". Greenpeace hat nun eine Studie erstellt, die das Gegenteil beweist. Roland Hipp, Kampagnengeschäftsführer von Greenpeace, spricht von

einer "Welle aus Wahlkampfpropaganda und Halbwahrheiten zur Energiepolitik". Atomkraft müsse keine Lücken füllen und helfe weder beim Klimaschutz noch bei gegen hohe Strompreise. "Der Skandal um den maroden Salzstock Asse zeigt, dass die Probleme der Atomkraft nicht in den Griff zu bekommen sind," so Hipp. In der Branche der Erneuerbaren Energien sind mittlerweile über 250.000 Menschen beschäftigt, mehr als in der Atom- und Kohle-Industrie zusammen.
Mitteilung von Greenpeace
Bericht in der Süddeutschen Zeitung

Mängel bei deutsche Atomaufsicht

13. September 2008 - Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) prüfen derzeit, ob die staatliche Kontrolle und Überwachung der hiesigen Kernkraftwerke richtig funktioniert. Noch stehen die Untersuchungsergebnisse nicht fest, doch wenn nicht alles täuscht, werden die internationalen Atomaufseher einiges zu bemängeln haben. Denn der Bund und das Land Baden-Württemberg räumen in den Unterlagen selbst freimütig Defizite bei der Kontrolle und Aufsicht der deutschen Atomanlagen ein. Jörg Michel, Berliner Zeitung

Wozu brauchen wir Atomkraftwerke?

11. September 2008 - Deutschlands Atomkraftwerke sollen bis 2021 endgültig vom Netz gehen. Gleichzeitig fordern Klimaschützer, die Nutzung fossiler Energieträger einzuschränken. Geht das überhaupt, und wenn ja, wie? Wird hierzulande der Strom knapp? Bernward Janzing vom Bund der Energieverbraucher rechnet vor, dass auch ohne Atomkraftwerke das Licht nicht ausgeht.

Terrorziel Atomkraftwerk

5. September 2008 - Auch sieben Jahre nach dem Anschlag auf das World- Trade-Center in New York sind deutsche Atomkraftwerke völlig unzureichend gegen Anschläge gesichert, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). "Atomkraftwerke sind durch Terror- und Sabotageakte weiterhin leicht angreifbar. Eine besonders große Gefahr geht von möglichen Innentätern aus," stellt der unabhängige Atomexperte Helmut Hirsch in einer Studie im Auftrag des BUND fest. 

Nicht zu fASSEn! Atommüll-Lager säuft ab

2. September 2008 - Umweltminister Sigmar Gabriel erhebt schwere Vorwürfe gegen den Betreiber des Atommüll-Endlagers Asse und die zuständigen Behörden. Ein heute vorgelegter Statusbericht "bestätige die Befürchtungen", so Gabriel in einer Pressemitteilung.

Renate Künast, Fraktionschefin der Grünen, stellte Strafanzeige gegen den Betreiber, die Helmholtz-Gesellschaft München, berichtet Spiegel Online.

Hans-Kurt Hill, Die Linke: "Die unfassbaren Vorgänge in der Asse sind symptomatisch für die mangelhafte Kontrolle und das vorsätzliche Zurückhalten von Informationen in der Atomwirtschaft. Hieraus lässt sich nur eine Lehre ziehen: Der schnellstmögliche Ausstieg aus der unbeherrschbaren Atomenergienutzung."

Heinz Smital, Greenpeace: "Mit jeder Kilowattstunde Atomstrom wird weiter Atommüll produziert, für den es keine Lösung gibt."

Carsten Wachholz, NABU: "Seit Jahren liegt der Bundesregierung ein Konzept vor, wie ein Suchverfahren nach dem bestmöglichen Standort für ein Atommüll-Endlager aussehen könnte. Die Missstände in der Asse machen deutlich, dass wir endlich mit der Umsetzung beginnen müssen!"

Angelika Claußen, IPPNW: "In der Asse lagern nur etwa 1 Prozent der bisher in deutschen Atomkraftwerken erzeugten Radioaktivität in Form von z.B. kontaminierten Putzlumpen und von Abbruchmaterial aus stillgelegten Atomanlagen. Für die weiteren 99 Prozent, nämlich aus den hochradioaktiven und plutoniumverseuchten abgebrannten Brennelementen, ist eine verantwortbare Lösung überhaupt noch nicht in Sicht."

Foto: (C) Robin Wood

August 2008

Radioaktiver Müll: Die Kern-Frage

31. August 2008 - "Wie viele Endlager für hoch radioaktiven Müll gibt es eigentlich auf der ganzen Welt? Die Antwort ist erstaunlich, nur beruhigend ist sie nicht. Sie lautet: null. Auch 54 Jahre nachdem in Obninsk bei Moskau das erste Kernkraftwerk auf diesem Globus in Betrieb ging, existiert kein einziges Endlager. Nirgendwo." Dorit Kowitz, Jan Rosenkranz, Stern

Gespaltene Atomindustrie

25. August 2008 - Zwei französische Konzerne sollen in Finnland einen Atomreaktor bauen. Stattdessen gibt es nun einen erbitterten Streit zwischen Bouyges und Areva. Wegen Pannen und Problemen im Genehmigungsverfahren hatte sich der Termin für die Fertigstellung des 1600-Megawatt-Prototypen, den Areva und Siemens entwickelt haben, bereits mehrmals verschoben. Statt wie geplant 2009 soll er nun frühestens 2011 ans Netz gehen. Die Verzögerungen führten auch zu erheblichen Mehrkosten. Areva und Siemens, die den Meiler im Auftrag des finnischen Stromerzeugers TVO zum Festpreis von 3,2 Milliarden Euro errichten, rechnen bereits mit großen Verlusten aus dem Projekt. Ursprünglich sollte der Europäische Druckwasserreaktor (EPR) zum Exportschlager werden. G. Herrmann und M. Kläsgen, Süddeutsche Zeitung

Schnelle Brüter: Der Kampf für längere Laufzeiten

20. August 2008 - Der Streit um die Kernenergie hat eine neue Dimension erreicht: Es geht nicht mehr nur um Pro und Kontra. Unter Hochdruck tüfteln Politiker und Energieversorger an Plänen für längere Laufzeiten. Die Kunden sollen geködert werden - mit reduzierten Strompreisen. Financial Times Deutschland

"Preis-Schock" bei neuen Atommeilern

Die nächste Generation von Atomkraftwerken würde - falls sie gebaut wird - Investoren und Betreiber teuer zu stehen kommen. Kostenschätzungen der bisher nur auf dem Reißbrett existierenden Atommeiler hätten sich »verdoppelt bis vervierfacht« schreibt das Wall Street Journal. Investitionen für einen Atommeiler der neuen Generation würde in den USA je nach Standort und beauftragtem Unternehmen auf bis zu 12 Milliarden Dollar belaufen. Bund der Energieverbraucher

Verdeckte Subvention für Atomenergie

14. August 2008 - Der NABU fordert eine Gefahrenzulage für die Atomstromproduktion. Statt unberechtigte Hoffnungen auf niedrigere Energiepreise zu schüren, müssen die Atomkonzerne endlich die vollen Kosten für Sicherheit, Betrieb und Entsorgung übernehmen. „Bisher ist die gesetzlich geforderte Vorsorge für mögliche Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden bei Freisetzung von Radioaktivität völlig unzureichend“, kritisierte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Nach dem Atomgesetz sind Schäden, die von deutschen Atomkraftwerken ausgehen, nur bis zu einer Gesamthöhe von 2,5 Milliarden Euro abgedeckt. „Jeder Autobesitzer und jeder Firmeninhaber muss eine ausreichende Haftpflichtversicherung abschließen. Mit welcher Berechtigung stellt der Gesetzgeber die Atomstromproduzenten von einer angemessenen Haftungsvorsorge frei?“, fragte Tschimpke. www.nabu.de

Vattenfall muss 50 Mio. Euro zurückzahlen

14. August 2008 - Der Bundesgerichtshof hat die Rechte der Bundesnetzagentur im Streit mit Stromversorgern gestärkt. Nach dem Urteil muss der Energiekonzern Vattenfall die Preise für die Nutzung seiner Stromnetze senken. Bericht der Süddeutschen Zeitung

„Das Urteil stärkt die ökologisch orientierten Anbieter am Strommarkt“, betont Vorstandsmitglied Robert Werner von Greenpeace Energy. „Dank dieser Entscheidung bleibt die Preishürde für Verbraucher, die den großen Energiekonzernen den Rücken kehren und zu konsequentem Ökostrom wechseln wollen, sehr klein.“ Pressemitteilung von Greenpeace Energy

Neuer EPR-Atomreaktor schwächelt weiter

13. August 2008 - Atomkraft der Zukunft, sicherer als alle bisherigen AKW-Typen - so heißt es vom Europäischen Druckwasserreaktor (EPR). Alles Makulatur. Der im Bau befindliche EPR im finnischen Olkiluoto ist gerade zum x-ten Mal reif für Schlagzeilen. Greenpeace zugespielte Dokumente belegen erhebliche Sicherheitsmängel. Die Arbeiten, an denen Siemens zu einem Drittel beteiligt ist, starteten 2005. Schon jetzt hinkt der Bau mehr als zwei Jahre hinter dem Zeitplan her. Die Kosten explodieren. 2007 lagen sie um 1,5 Milliarden Euro über dem vereinbarten Festpreis von 3,2 Milliarden. www.greenpeace.de

40 Prozent wollen Stromanbieter wechseln

13. August 2008 - Nach mehr als zwei Jahren stetig steigender Strompreise ist rund die Hälfte der Deutschen mit ihrem bisherigen Versorger unzufrieden. Von Holger Schmidt, faz.net

Zu viel Strom in Deutschland

11. August 2008 - Keine Angst vorm Blackout: Rein rechnerisch laufen 2008 drei deutsche Atomkraftwerke nur für den Export. Und erstmals werden wohl über 100 Milliarden Kilowattstunden Ökostrom produziert. Von Bernward Janzing, taz.de

Neues Internet-Portal für Atomausstieg-selber-machen

6. August 2008 - Die Website der Kampagne „Atomausstieg selber machen” wurde von net4media solutions konzeptionell und technisch grundlegend überarbeitet und neu gestaltet. Das neue Webdesign schafft mehr Raum für Aktualität und Informationen zum Stromwechsel von konventionellen Anbietern zu Anbietern für erneuerbaren Energien. Das überarbeitete Portal ging unter der Domain atomausstieg-selber-machen.de am 5. August 2008 online. Pressemitteilung von net4media

Juli 2008

29. Juli 2008
Nebenkosten exklusive - Die Lüge vom billigen Atomstrom
Atomstrom sei billig, behaupten die Befürworter von Atomstrom - und lassen dabei milliardenschwere Nebenkosten unberücksichtigt. Die werden auf die Allgemeinheit abgewälzt. Zum Beispiel beim Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) in Sachsen-Anhalt. Die Kosten für den Gesamtverschluss des ehemaligen Salzbergwerks betragen nach Angaben des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) mindestens 2,2 Milliarden Euro. Diese Ausgaben übernimmt der Staat. Steffen Judzikowksi und Christian Rohde, Frontal21 (ZDF)

25. Juli 2008
ROBIN WOOD startet Floßtour gegen Dreckstrom aus Kohle und Atom

"Leinen los!" hieß es heute früh um 10 Uhr für die Crew der ROBINA WALD. Zwölf ROBIN WOOD-AktivistInnen sind im Loschwitzer Hafen in Dresden zu einer fünfwöchigen Tour auf der Elbe aufgebrochen. Die Tour, die über Torgau, Barby, Magdeburg, Wittenberge, Dömitz und Lauenburg bis nach Hamburg führen wird, steht unter dem Motto "Saubere Energie statt Kohle und Atom". www.robinwood.de

22. Juli 2008
Aktion: Atomkraft jetzt abschalten
Eigentlich soll der Atomausstieg endlich greifen: Vier Reaktoren stehen vor der Abschaltung. Doch die Atomlobby will längere Laufzeiten für ihre AKWs durchsetzen - und den Atomausstieg auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben. Jetzt müssen wir Bürger/innen die Abschaltung durchsetzen. Sagen Sie Nein zum Ausstieg aus dem Ausstieg! Unterzeichnen Sie die Erklärung auf www.campact.de!

18. Juli 2008
CSU-Abgeordneter Göppel gegen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke
Kernkraft kein Ausweg für Wärme- und Treibstoffversorgung - "Ich befürchte, dass ein genereller Beschluss zur Laufzeitverlängerung Einsparbemühungen und Entwicklung der erneuerbaren Energien verschleppen würde." www.goeppel.de

15. Juli 2008
Biblis aus rechtlichen Gründen stilllegen
Nach Auffassung der Dortmunder Rechtsanwältin Wiltrud Rülle-Hengesbach ist das Atomkraftwerk Biblis B nach dem Atomgesetz stillzulegen, weil es nicht mehr dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik entspricht. IPPNW-Anwältin: “Die Genehmigungs-Voraussetzung ist weggefallen.” Pressemitteilung von IPPNW

11. Juli 2008
Atomkraft? Nicht schon wieder!
So bleiben Sie AKW-Gegner - Was dabei war, Konsens zu werden, scheint zu kippen. Selbst manche Gegner zweifeln am Nein zur Atomenergie. taz.de entlarvt die häufigsten Pro-Argumente der AKW-Debatte. Bernward Janzing, taz.de

10. Juli 2008
Biblis A - Verschiebemasse für Unternehmensinteressen
Der Energiekonzern RWE will den Atomreaktor Biblis A im kommenden Wahlkampfjahr für eine lange Revision vom Netz nehmen. Damit könnte die Laufzeit des Uralt-Meilers verlängert werden, bis eine neue Regierung gebildet ist. Meldung von Greenpeace

10. Juli 2008
Stromwechsel gegen Volksverdummung!
Atomausstieg-selber-machen ruft Stromkunden dazu auf, die Propagandaoffensive der Atomgemeinde für die großen Konzerne so teuer wie möglich zu machen. Der Stromwechsel ist eine Demonstration für die Energiewende und den Atomausstieg. Pressemitteilung

10. Juli 2008
Atomkraft, nein danke!
Am Atomausstieg darf nicht gerüttelt werden, weil die Technik gefährlich bleibt! Und die Meiler schonen weder Klima noch Geldbeutel. Fritz Vorholz, ZEIT

9. Juli 2008
Minimale Ersparnis durch längere AKW-Laufzeiten
Die von der Union geforderte Verlängerung des Betriebs der deutschen Atommeiler würde die Stromkosten eines Durchschnittshaushalts nur um 12 Cent pro Monat senken, hat das Öko-Institut errechnet. Das ist weniger, als sich mit dem Austausch einer einzigen 60-Watt-Glühbirne durch eine Energiesparlampe erreichen lässt. Fritz Vorholz, ZEIT

8. Juli 2008
Strom sparen statt subventionieren
Soziale Politik heißt Steigerung der Energieeffizienz - der BUND stellt Maßnahmenpaket für einkommensschwache Haushalte gegen steigende Energiekosten vor. Ein Modellprojekt der Caritas in Frankfurt a. M. ist wegweisend, wie soziale und ökologische Ziele in Einklang gebracht werden können.
Pressemitteilung des BUND
Maßnahmenpaket des BUND (PDF)
Energiespartipps der Ökostromanbieter

8. Juli 2008
Frankreich: Uranlösung aus AKW in die Umwelt ausgetreten
Aus der südfranzösischen Atomanlage Tricastin bei Avignon sind 30 Kubikmeter radioaktive Uranlösung ausgelaufen. Ein Teil sei in die kleinen Flüsse Gaffière und Auzon gelangt.
Frankreich: Uranlösung in die Umwelt ausgetreten
Atomaufsicht ordnet Stilllegung in Tricastin an

Juni 2008

24. Juni 2008
Was geschah in Asse?
In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass anscheinend schon seit Jahren radioaktiv belastete Salzlauge ausgetreten war und von den Betreibern in größere Tiefen des ehemaligen Salzbergwerks gepumpt wurde. Daraufhin verhängte das niedersächsische Umweltministerium einen unverzüglichen Stopp der Umpumparbeiten. Nun beraten die Umweltminister von Bund und Niedersachsen mit Forschungsministerin Schavan, wie es weitergehen soll. Bastian Dornbach, ZEIT

24. Juni 2008
Spanien: Störfall fünf Monate lang geheim gehalten
Spanisches Atomkraftwerk setzte Radioaktivität frei - In Spanien sind zur Zeit acht Atomkraftwerke am Netz, doch die Regierung Zapatero will den langsamen Ausstieg aus der Kernenergie. Ein Grund sind auch die Gefahren, die durch Störfälle entstehen: Nun hat es in Ascó in der Nähe von Tarragona einen solchen gegeben, aber der Betreiber informierte weder die Bevölkerung noch die Europäische Union. Hans-Günter Kellner, Deutschlandfunk

19. Juni 2008
“Illusion Ökostrom”
“Die Ökostromfirmen sorgen für wichtigen politischen Druck […] Tatsächlich verliefe die Entflechtung der monopolartigen deutschen Energiewirtschaft ohne das permanente Sticheln und Aufklären unabhängiger Ökostromunternehmen noch langsamer als bisher. Seit zehn Jahren sitzen LichtBlick, Greenpeace Energy und die Schönauer Stromrebellen (EWS) mit am Tisch, wenn über Marktöffnung und Förderpolitik entschieden wird. »Jeder, der nicht zu Ökostrom wechselt, stützt die alten Strukturen«, wirbt die EWS-Geschäftsführerin Ursula Sladek.” Dirk Asendorf, zeit.de

17. Juni 2008
Strategie des Stillstands
Die Stromkonzerne tricksen bei den AKW-Laufzeiten. Wegen Ausfallzeiten geht in dieser Legislatur vermutlich kein Reaktor vom Netz - ganz im Sinne der Betreiber. RWE-Chef Jürgen Großmann: “Wir können den Reaktor in Biblis so fahren, dass wir mit den Restlaufzeiten über die nächste Bundestagswahl kommen.”
Malte Kreutzfeldt, taz.de

bis 16. Juni 2008
Einspruch gegen AKW in Finnland
Der Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) e. V. ruft zum Einspruch gegen das geplante finnische AKW Loviisa 3 auf. Jeder EU-Bürger darf seine Bedenken geltend machen. Schreiben Sie einen individuellen Einspruch oder nutzen Sie die Unterschriftenliste für Sammeleinspruch.

12. Juni 2008
Neckarwestheim I darf nicht länger laufen
Der Block I des Atomkraftwerks Neckarwestheim muss nach dem regulären Ende seiner Laufzeit voraussichtlich Ende 2009 endgültig abgeschaltet werden. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel lehnte den Antrag des Betreibers EnBW auf Laufzeitverlängerung für den 32 Jahre alten Reaktor aus Sicherheitsgründen ab. Pressemitteilung BMU

11. Juni 2008
Stellungnahme zu den Vorwürfen gegen LichtBlick

6. Juni 2008
Eil-Aktion: Schrottreaktoren verhindern!
Drei Trägerorganisationen von Atomausstieg selber machen, .ausgestrahlt, Campact und urgewald, rufen dazu auf, bei der EU-Kommission gegen den Neubau eines AKWs in Slowenien zu protestieren - die Anlage soll mit sowjetischer 70er-Jahre-Technik gebaut werden.
Schreiben Sie eine Protestmail an die EU-Kommission!

5. Juni 2008
GRÜNE LIGA: Vattenfall hat eigene Klimaakademie nicht bestanden
Vattenfall will SchülerInnen in seiner “Klima-Akademie” werbewirksam beibringen Energie zu sparen. Doch der Atomkonzern lässt seine Verwaltungsgebäude auch Nachts hell erleuchtet. René Schuster von der GRÜNEN LIGA: “Vattenfall hat die eigene Klima-Akademie nicht bestanden. Man kann sich kein Image als Energiesparer kaufen, wenn man es nicht mal an eigenen Gebäuden versucht.” Pressemitteilung vom 5.6.2008

4. Juni 2008
Schwerer Störfall in europäischem AKW
Im Atomkraftwerk Krsko in Slowenien gab es einen schweren Störfall. Mehrere Trägerverbände von Atomausstieg selber machen informieren:
Aktion von .ausgestrahlt, Campact und Urgewald
DNR: Störfall in slowenischem AKW löst EU-weites Warnsystem aus
Greenpeace: Schwerer Störfall in einem europäischen Atomkraftwerk
Greenpeace-Experten auf dem Weg zum AKW Krsko
BUND: Störfall im slowenischen Atomkraftwerk Krsko
IPPNW: Kühlmittelverlust nicht verharmlosen!
DUH: Gestern Krsko, heute Philippsburg

3. Juni 2008, 19:30 Uhr
Nürnberg: Atomausstieg selber machen
Nehmen Sie Ihre Verbrauchermacht wahr! Mit der Wahl Ihres Stromversorgers bestimmen Sie, auf welche Weise Ihr Strom erzeugt wird: Fossil, Ressourcen verschwendend, atomar – Oder nachhaltig, Klima schonend und zukunftsfähig. So können Sie die Zukunft der Energieerzeugung mitgestalten und bereits heute eine wichtige Basis für die Lebensqualität kommender Generationen schaffen. Wie einfach das ist, erläutern Ihnen die Mütter gegen Atomkraft. Frau Wenzel von Naturstrom hat sich angeboten, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Mai 2008

30. Mai 2008
Italien baut neue Atomkraftwerke – im Nachbarland
Es war eine Verlautbarung, wie sie typisch ist für die neue Regierung von Silvio Berlusconi: vollmundig vorgetragen, große Geste, große Worte. Ja, man werde wieder in die Atomkraft einsteigen, verkündete vergangene Woche Berlusconis Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Claudio Scajola. „Unausweichlich“ sei das, ein „Aktionsplan“ müsse her, damit die Energiepreise wieder sinken, Atomkraft, ja bitte. Nur wenige Tage später setzt Berlusconi noch eins drauf, denn nun kristallisiert sich heraus, wo genau die Kernenergie produziert werden soll: in Albanien. Katharina Kort, Handelsblatt

27. Mai 2008
Atomenergie ist keine Lösung, sondern ein Problem!
Heute beginnt das Deutsche Atomforum in Hamburg mit seiner Jahrestagung Kerntechnik 2008. Aus Anlass dieser Lobby-Veranstaltung haben die Deutsche Umwelthilfe, ROBIN WOOD und die Koordination Endlagerstandorte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz deutlich gemacht, dass die Atomenergie keine Zukunftstechnologie sein kann. Atomenergie hilft nicht beim Klimaschutz und kann aufgrund ihrer enormen Risiken keinen Beitrag für eine ökologische und zukunftsweisende Energiepolitik liefern. Pressemitteilung

26. Mai 2008
Bürger nehmen Stromversorgung selbst in die Hand
Die großen Energiekonzerne bekommen Konkurrenz: Mit ihren Kohle- und Atommeilern machen sie zwar Milliardengewinne, doch auf dem boomenden Ökomarkt haben sie das Nachsehen - die meisten Windräder und Solaranlagen gehören Privatleuten. Selbst beim Stromhandel sind Genossenschaften auf dem Vormarsch. So versorgt Greenpeace Energy mittlerweile 80.000 Kunden mit Ökostrom. Die Gewinne teilen sich 14.000 Genossenschaftsmitglieder.
Tobias Lill, Spiegel Online

16.-25. Mai 2008
Woche der Sonne
Vom 16. bis 25. Mai finden wieder bundesweit Veranstaltungen zur Solarenergie statt. Ob Ausstellungen zu Solarwärme und Solarstrom, Tag der Offenen Tür, Beratertage, Solarfeste, Vortragsveranstaltungen oder Solarprojekte an Schulen:
Erleben Sie Solarenergie in Ihrer Nähe!

22. Mai 2008
Sprengstoff im Atomkraftwerk
In Schweden hat die Polizei nach einem Sprengstoffalarm im AKW Oskarshamn (E.ON) zwei Männer wegen Sabotageverdachts verhaftet. Der Reaktor wurde abgeschaltet. Spiegel Online

19. Mai 2008
Atom-Störfälle in Spanien verheimlicht
In Spaniens Atomkraftwerken kommt es gehäuft zu Zwischenfällen. Die Öffentlichkeit erfährt davon oft lange nichts. Rainer Wandler, taz.de

12. Mai 2008
Umweltverbände warnen: Mancher Ökostrom ist eine Mogelpackung
Rund 2 Millionen Haushalte in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr für Ökostrom entschieden, der allerdings aus ganz verschiedenen Quellen kommen kann: aus Sonne, Wind, Wasser - und manchmal auch aus Kohle- oder Atomkraftwerken. Verantwortlich dafür ist das RECS-System. Das System soll helfen, den Strom aus erneuerbaren Energiequellen eindeutig zu kennzeichnen, damit er nicht mehrfach als Ökostrom verkauft werden kann. Ein Betreiber eines Wasserkraftwerkes, der für seinen Strom RECS-Zertifikate erhält, aber den Strom nicht als Ökostrom verkauft, kann die überschüssigen Zertifikate verkaufen, zum Beispiel an einen Kohle- oder Atomkraftwerksbetreiber, der seinen Strom dann Ökostrom nennen darf. Der Effekt für die Umwelt wäre in diesem Fall gleich null. Verbraucherschützer und Umweltverbände raten daher, beim Umstieg auf Ökostrom genau auf die Kennzeichnung zu achten. „Wir legen großen Wert auf die Unabhängigkeit der Ökostromanbieter von den Atomkonzernen. Erlaubt sind weder Beteiligungen noch ein Strombezug“, sagt Florian Noto von der Kampagne „Atomausstieg selber machen“.
Holger Schmidt, FAZ.net

9. Mai 2008
LichtBlick senkt Strompreis
LichtBlick senkt zum 1. Juli 2008 seinen Strompreis von 20,25 auf 19,99 Cent pro Kilowattstunde. Der Grundpreis bleibt konstant bei 7,95 Euro pro Monat. LichtBlick garantiert zudem, den neuen Preis in den nächsten 18 Monaten nicht zu erhöhen, und gibt damit eine Preisgarantie bis Ende 2009.
Jetzt den Stromanbieter wechseln!
Pressemitteilung von LichtBlick

8. Mai 2008
Unabhängig und Ökologisch: Ökostrom ist nicht immer teurer als Atomstrom
Der Stromversorger EnBW hat angekündigt, die Preise für 1,5 Millionen Stromkunden in Baden-Württemberg zu erhöhen. “Ökostrom von einem unabhänigen Anbieter ist häufig günstiger zu haben,” erklärt Florian Noto von der Kampagne “Atomausstieg selber machen”. “Damit gewinnt nicht nur die Natur, sondern auch der Wettbewerb kommt in Schwung.” Jennifer Niechziol, Verivox

8. Mai 2008
Schrottbeton im Kernkraftwerk
Das Zwischenlager des Atomkraftwerks Neckarwestheim in Baden-Württemberg soll mit minderwertigem Beton errichtet worden sein. Uwe Ritzer, Süddeutsche Zeitung

8. Mai 2008
Ökostrom für den Bundestag
Mit Ausname der FDP haben alle Fraktionen des Bundestages für eine Versorgung des Bundestages mit Ökostrom gestimmt. Zeit Online

7. Mai 2008
Verbraucher wollen Ökostrom
90 Prozent der befragten Verbraucher in Deutschland sind bereit, den Stromanbieter zu wechseln, wenn dies nachweislich zur Verringerung der CO2-Belastung beiträgt. Etwa die Hälfte würde sogar mehr dafür zahlen. In keinem anderen Land wird den Energieversorgern so wenig Vertrauen entgegengebracht wie in Deutschland.
Kathrin Drehkopf, Tagesspiegel

5. Mai 2008
EnBW erhöht Preise für 1,5 Millionen Stromkunden
Der Energieriese EnBW hat angekündigt die Preise seines Standardtarifs zu erhöhen. Ab 1. Juli beträgt der Preis 20,53 Cent pro Kilowattstunde. Der Strom stammt zu 51 Prozent aus Atomkraftwerken. Der baden-württembergische Staatssekretär Richard Drautz hat Verbraucher dazu aufgefordert “Preise von Anbietern zu vergleichen und sich gegebenenfalls einen billigeren Anbieter zu suchen”. Drautz kritisiert zudem die “Marktmacht der großen Energiekonzerne”.
Meldung bei Verivox
Pressemitteilung des Wirtschaftsministeriums BaWü
Atomausstieg-selber-machen empfiehlt Wechsel zu unabhängigem Ökostrom-Versorger

5. Mai 2008
Erfolgreich gegen Atomtransporte
Weil AKW-Gegner aus Russland und Deutschland gemeinsam gekämpft haben, wird ab 2009 kein giftiges Uranhexafluorid aus Gronau nach Sibirien gebracht. Auf ihrem Bundeskongress schöpft die Bewegung daraus Mut für weitere Protestaktionen, Andreas Wyputta, taz.de.

2.-4. Mai 2008
Frühjahrskonferenz der Anti-Atomkraft-Bewegung in Ahaus
BI „Kein Atommüll in Ahaus“
Programm (PDF)

April 2008

30. April 2008
Die guten Argumente der Atomindustrie
Auf die Unterstützung der Atomindustrie können sich die Atomkraftgegner weiterhin verlassen: Während auf politischer Ebene derzeit massiver Druck gemacht wird, die AKWs länger laufen zu lassen, beweisen die Konzerne ihre Unfähigkeit und Dreistigkeit in einem Ausmaß, das schwer zu glauben ist.
Kommentar von Malte Kreuzfeld, taz.de

29. April 2008
E.ONs Schattenseiten - urgewald präsentiert kritischen Geschäftsbericht
Zur Jahreshauptversammlung von E.ON legt urgewald mit dem Bericht „Die Geschäfte von E.ON” eine kritische Bilanz der Konzernpolitik vor. “E.ON versucht grade ein Charmoffensive. Unser Bericht zeigt jedoch, dass das Herzstück von E.ONs Geschäften nach wie vor dreckige Energie und dreister Machtmissbrauch sind. 37 Prozent von E.ONs Strom kommen aus Kohlekraftwerken und fast 50 Prozent aus Atomkraftwerken, die Berge radioaktiven Mülls hinterlassen. In beiden Bereichen will der Konzern europaweit expandieren,” erklärt Heffa Schücking, Geschäftsführerin von urgewald.
Pressemitteilung von urgewald

28. April 2008
MÜTTER COURAGE 2008 - jetzt bestellen
Das Magazin Mütter Courage 2008 ist erschienen. Schwerpunkte sind “Klimawandel als Gefahr - Energiewende als Chance”, “Atomkraft + Uranwaffen” und “Kinder + Krebs”. 52 reich bebilderte Seiten kosten 1,50 Euro, zu bestellen bei den Müttern gegen Atomkraft

28. April 2008
Keine Genehmigung für Castor-Behälter
Im Jahr 2009 wird der Castor-Transport aus dem französischen La Hague in das Zwischenlager Gorleben ausfallen, weil es “im Zulassungsverfahren erhebliche Unstimmigkeiten” gegeben habe, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Die Bundesanstalt für Materialforschung bemängelt Defizite “bei grundlegenden Fragestellungen”. In diesem Jahr wird der Transport mit französischen Behältern durchgeführt.

26. April 2008
22. Jahrestag der Tschernobylkatastrophe
Bundesweit sind zahlreiche Gedenk- und Protest-Aktionen geplant. Eine Übersicht bietet der BBU.

26. April 2008
Seit 22 Jahren eine Mahnung: Tschernobyl
Greenpeace über den GAU, Politik, Sarkophag und die Lehren von Tschernobyl (mit Video und ausführlichem Bericht)

25. April 2008
E.ON plant neue Atomkraftwerk
E.ON hat angekündigt, in Großbritannien zwei Atomkraftwerke bauen zu wollen. Der genaue Standort ist noch nicht bekannt, berichtet Telepolis.

22. April 2008
Kinderkrebs rund um deutsche Atomkraftwerke
Über 100 Kinderärzte fordern gemeinsam mit BUND und IPPNW ein schnelles Handeln der Bundesregierung. Sie verlangten Sofortmaßnahmen zur Verhinderung weiterer Kinderkrebserkrankungen im Umfeld deutscher Atomkraftwerke.
Gemeinsame Presseerklärung
Offenen Brief an Sigmar Gabriel unterzeichnen

22. April 2008
Was heißt hier Restrisiko?
Was passiert, wenn tatsächlich der größte anzunehmende Unfall eintritt? Wie gut sind deutsche Behörden und Kernkraftwerksbetreiber darauf vorbereitet? Was würde etwa passieren, wenn in einem deutschen Kernkraftwerk sogar die Notstromversorgung ausfiele? Utopia hat nachgefragt

17. April 2008
Atomkraft - ja bitte!
Getarnt als unabhängige Bürgerinitiative, verbreitet der Lobbyverein der Energiewirtschaft “Bürger für Technik” (BfT) Lobeshymnen über die Kernkraft. Ziel der Desinformation sind Lehrer, Schüler - und Wikipedia, berichtet Christian Fuchs in der ZEIT.

17. April 2008
RWE auf Atomexpansionskurs
Zur RWE-Hauptversammlung hat urgewald die Atompläne des Konzerns in Bulgarien, Rumänien und UK unter die Lupe genommen. Briefing von urgewald (PDF)

16. April 2008
10 Jahre Naturstrom
Die Naturstrom AG wurde am 16. April 1998 fast zeitgleich mit der politischen Entscheidung für die Liberalisierung des Strommarktes gegründet. Seitdem setzt sich das Unternehmen für den Aufbau einer Stromversorgung aus Erneuerbaren Energien ein.
Pressemitteilung von Naturstrom

16. April 2008
“Korruption in Deutschland funktioniert so: bezahlt wird hinterher”
Werner Müller, Wolfgang Clement, Gerhard Schröder - aber auch die Grünen Politiker Gunda Röstel und Rezzo Schlauch wechselten nach der Politik-Karriere zu einem Energieriesen. Bereitet Sigmar Gabriel bereits seine Lobbyisten-Karriere vor? ngo-online

Grünen-Politiker Hans-Josef Fell kritisiert Umweltminister Gabriel und erinnert an Beispiele in der SPD: “Die ehemaligen Minister Werner Müller, Wolfgang Clement und selbst Ex-Kanzler Schröder erhielten nach ihrem politischen Einsatz für die Interessen großer Energiekonzerne von diesen hinterher als Dank hochdotierte Posten”.

15. April 2008
Panikmache mit der Stromlücke
Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW fordert eine ehrliche Energie-Diskussion. “Die Bevölkerung profitiert vom Ausbau einer dezentralen Energiewirtschaft mit Energieanlagen in eigener Hand und in der Hand der Kommunen.” Pressemitteilung von IPPNW

15. April 2008
Störfall in Spanien
In Spanien werden 800 Mitarbeiter des Atomkraftwerks Asco 1 bei Tarragona medizinisch untersucht. Ein Störfall vom Herbst 2007 war weitaus schwerer, als ursprünglich dargestellt. Meldung von Greenpeace

15. April 2008
Wer übernimmt den britischen Atomriesen?
Europäische Stromkonzerne liefern sich eine Bieterschlacht um das Unternehmen British Energy, und die Möglichkeit, neue Atomkraftwerke auf der Insel zu errichten.
FTD, 10.4.: RWE bietet 14 Mrd. Euro
FTD, 11.4.: EDF (Mutterkonzern von EnBW) steigt in Bieterkampf ein
FTD, 15.4.: Auch Vattenfall will British Energy

10. April 2008
Der BUND ruft zur “Kündigungswelle” bei Vattenfall in Berlin und Hamburg auf.
Hintergrund ist der Erpressungsversuch von Vattenfall, im Streit um das Kohlekraftwerk Hamburg-Moorburg. Website des BUND

8. April 2008
“Wechseln ist so einfach - Ökostrom für Anfänger”
von Anne Henneken auf jetzt.de

7. April 2008
Vergissmeinnicht für Opfer der Atomindustrie
Am Wochenende haben Bürgerinitiativen vor Atomanlagen in Nord- und Süddeutschland Vergissmeinnicht gepflanzt, um an die Opfer der Atomenerige zu erinnern. Die Bundesregierung und der Energiekonzern E.ON wurde aufgefordert, alle Atomanlagen in Deutschland sofort still zu legen. Pressemitteilung des BBU

5. April 2008
“Stromkonzerne sollen 800 Millionen Euro zuviel kassiert haben”

bei Spiegel Online lesen

März 2008

30. März 2008
Ulla Gahn: Das Buch zur Stromwechselparty
“Unter Strom” ist eine Geschichte von Heldenmut und Zivilcourage - unverhofft spannend erzählt Ulla Gahn ihre Geschichte. Dabei liefert sie alle Informationen, um den Stromanbieter zu wechseln.
Erschienen im Pendo Verlag, 16,90 Euro.

20. März 2008
“Stromlücke oder Stromlüge? Energiestudie schürt Versorgungsängste” von Paul Wrusch auf taz.de

09. März 2008
Bund der Energieverbraucher startet “Stromsparmeisterschaft 2008″. Machen Sie mit! Infos unter www.stromsparmeisterschaft.energieverbraucher.de

06. März 2008
“Grünes Image für den Strom - Wohin das Geld der Energiekonzerne geht” von Andreas Wyputta, taz.de

Februar 2008

28. Februar 2008
“Atomkraftwerk Biblis A - Gericht lehnt längere Laufzeit ab
von Bernward Janzing, taz.de

15. Februar 2008
“Sonne, Wind und Wasser - Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch”
Wissenschaftler der Freien Universität Berlin stellen neue Studie vor

09. Februar 2008
“Trotz Ausstieg genug Strom - Zahlen widerlegen Atomwirtschaft” von Bernward Janzing, taz.de

08. Februar 2008
“Längere Reaktorlaufzeiten schaden dem Klima” Clement „schmückt“ Atomforum / Atom-Renaissance ist eine Schimäre. Längere Reaktorlaufzeiten schaden dem Klima, Pressemitteilung des BUND

07. Februar 2008
“Lügendetektor gegen Grünfärberei”
Grünfärberei ist eine etablierte PR-Strategie, mit der Unternehmen versuchen, möglichst klimafreundlich zu wirken. Leider entsprechen viele Verlautbarungen nicht oder zumindest nicht ganz der Wahrheit. Der Klimalügen-Detektor hilft bei der Wahrheitsfindung.

Januar 2008

22. Januar 2008
Ökostromanbieter profitieren von Klima-Diskussion
Zehn Prozent aller Stromwechsler wählen Öko-Tarife, Berliner Zeitung

22. Januar 2008
"Gericht soll Biblis B endlich stilllegen"
Die “Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs” (IPPNW) ziehen vors hessische Verwaltungsgericht. Sie wollen die Stilllegung von Block B des AKW Biblis erreichen. taz.de

16. Januar 2008
Oberverwaltungsgericht weist Vattenfall-Klage ab
Strommengen dürfen nicht von Mülheim-Kärlich auf Brunsbüttel übertragen werden Pressemitteilung des BMU

16. Januar 2008
e-wie-Etikettenschwindel
WWF wirft E.ON Verbrauchertäuschung vor WWF.de

9. Januar 2008
Stromwechsel ist ein politischer Faktor
Für die Energiewende reicht nicht allein mehr Nachfrage der Verbraucher nach Ökostrom, so Volkswirt Uwe Leprich. Doch ist es wichtig, Geld von konventionellen Energieerzeugern weg zu lenken. taz-Interview

9. Januar 2008
"Stromkunden hinters Licht geführt"
Der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) kritisiert die "vermeintlichen Ökostromangebote" einiger deutscher Versorger als "Schwindel". tagesschau.de

8. Januar 2008
Echten Ökostrom erkennen
Umweltschützer raten verunsicherten Kunden, sich an den eigentumsrechtlichen Verflechtungen der Unternehmen zu orientieren. Bernward Janzing, taz.de

7. Januar 2008
Legale Stromwäsche
Fragen Sie mal Ihren Versorger, ob er Ihnen nicht doch Atom- oder Kohlestrom liefert, den er als Ökostrom deklariert. Dafür braucht er nur ein Zertifikat - das er ganz legal kaufen kann.Bernward Janzing, taz.de

7. Januar 2008
Ein moderner Ablasshandel
Ohne einen verbindlichen Standard für Ökostrom wird das Problem bleiben, meint SPD-Politiker Ulrich Kelber. taz-Interview: TARIK AHMIA

5. Januar 2008
Etikettenschwindel bei Ökostrom
Verbraucherschützer und Greenpeace werfen mehreren Stromversorgern Etikettenschwindel mit Ökostrom. tagesschau.de

5. Januar 2008
Staatsgeld für Atomkraft streichen
SPD will indirekte Millardensubventionen streichen. Frankfurter Rundschau

Ökostrom-Hotline: 0800 - 7 62 68 52
Atomausstieg selber machen weiter empfehlen!
Jetzt Spenden

Atomausstieg selber machen ist eine Kampagne von 21 Verbänden: