ATOMAUSSTIEG SELBER MACHEN

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Samstag, 4. Februar 2012

27.06.2008: Pressemitteilung

Weiterhin rote Karte für Vattenfall

Jahrestag der Störfälle in Krümmel und Brunsbüttel

Vor einem Jahr am 28. Juni 2007 brannte es auf dem Gelände des Atomkraftwerks Krümmel. Das AKW Brunsbüttel wurde störungsbedingt herunter gefahren. In der Folge hatte der Betreiber Vattenfall wochenlang Informationen über die tatsächlichen Auswirkungen der Schnellabschaltungen in den beiden Atommeilern verschwiegen und herunter gespielt. Danach verlor Vattenfall rund 250.000 Kunden. Viele von ihnen wechselten zu Ökostromanbietern.

Zum Jahrestag der Störfälle in Krümmel und Brunsbüttel ruft Jochen Stay, Koordinator der Kampagne "Atomausstieg selber machen", Vattenfall-Kunden auf, zu Ökostromanbietern zu wechseln:

"Ein Jahr nach dem Brand im AKW-Krümmel hat Vattenfall nichts aus den Störfällen und den Protestaustritten der Kunden gelernt. Der Energieriese blockiert weiterhin die Energiewende, gefährdet die Bevölkerung durch den möglichst langen Betrieb seiner Altmeiler und verbreitet geschönte Informationen über die Atomenergie. Wir rufen alle Vattenfall-Kunden auf, dem Energieriesen jetzt die rote Karte zu zeigen. Wechseln sie zu Ökostromanbietern. Jede Stromkundin und jeder Stromkunde kann dazu beitragen, dass unser Stromgeld in umweltfreundliche, klimaschonende Energie investiert wird und nicht in Atomstrom!"

Das Aktionsbündnis "Atomausstieg-selber-machen" hat sich im Herbst 2006 zusammengeschlossen, nachdem die Atomkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW die von ihnen oder ihren Vorgängerunternehmen selbst unterzeichnete Vereinbarung über den Atomausstieg faktisch aufgekündigt hatten und ausgerechnet für den Weiterbetrieb der ältesten und gefährlichsten Atomkraftwerke in Deutschland kämpfen. Führende Umweltverbände, Organisationen für Verbraucherschutz und Anti-Atom-Initiativen rufen die atomkritische Mehrheit in Deutschland auf, ihre Vertragsbeziehungen zu den Atomstromproduzenten zu beenden und massenhaft zu Ökostromern zu wechseln.

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