ATOMAUSSTIEG SELBER MACHEN

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Mittwoch, 10. März 2010

10. bis 18. April 2010

Mitmachen bei der Stromwechselwoche!

Wir haben es in der Hand, die Atom- und Klimarisiken abzuschalten! Kein Dauerauftrag für Atomkonzerne! Kein Geld vom eigenen Konto und keine längeren Reaktorlaufzeiten für Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW. Denn Atomkraftwerke sind eine Katastrophentechnologie und behindern den weiteren Ausbau der erneuerbaren Zukunftsenergien. Drehen Sie den Atomkonzernen den Geldhahn zu und machen Sie Ihrem persönlichen Atomausstieg selber. Der Wechsel zu einem echten Ökostromanbieter ist ganz einfach. Entscheiden Sie selbst, welche Kraftwerke Sie mit Ihrer Stromrechnung fördern!

Werden Sie aktiv zur Aktionswoche für den Atomausstieg und die Energiewende vom 10. bis 18. April 2010. Wir unterstützen Sie mit Tipps und kostenlosem Aktionsmaterial.

» Jetzt selber zu Ökostrom wechseln!

In folgenden Orten sind schon jetzt Aktionen geplant:

Berlin, Burgschwalbach, Hamburg, München, Nürnberg, Würzburg ...

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» Aktionsleitfaden herunterladen
» Aktion anmelden und Material bestellen

Woher kommt der Ökostrom?

Mittlerweile hat fast jeder Stromversorger auch ein Angebot für "Ökostrom". Doch woher kommt diese Energie? Und ist dies wirklich ein Beitrag für den Atomausstieg und Klimaschutz?

Discount-Ökostrom ist oftmals Kohle- und Atomstrom, der mit sogenannten RECS-Zertifikaten grün gefärbt wurde. Der Klima-Lügendetektor hat versucht herauszufinden, ob Billig-Stromanbieter wie "Stromio", "FlexStrom" und "Envacom" mehr bietet, als Niedrigpreise. Verlässliche Informationen über tatsächlichen Umweltnutzen konnten diese Anbieter jedoch nicht liefern.

Im Gegensatz dazu veröffentlichen die Elektrizitätswerke Schönau (PDF), Greenpeace Energy und Lichtblick auf ihren Internetseiten die Kraftwerke, aus denen sie ihren Strom beziehen. Der Strombezug der echten Ökostromanbieter, wird zudem regelmäßig von Robin Wood untersucht und im Ökostrom-Wechsel Recherchebericht veröffentlicht.

Naturstrom, Lichtblick, Greenpeace Energy und die Elektrizitätswerke Schönau veröffentlicht außerdem, welche Ökostromanlagen sie bereits gefördert haben.

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Neues Jahr, neue Preise

Ökostrom gilt als teuer – doch das Gegenteil stimmt! Wind-, Wasser- und Sonnenenergie sichern langfristig stabile Preise. Die erneuerbaren Energie kommen ohne Brennstoff aus und vermeiden zudem hohe Kosten für die Schäden und Risiken der Atomkraft und von Kohleverbrennung. Der bewusste Umgang mit Energie führt bei vielen Ökostromkunden dazu, dass sie ihren Stromverbrauch senken können. In manchen Regionen kann man mit dem Wechsel zu Ökostrom sogar direkt sparen. Denn die Ökostromversorger haben in den letzten Jahren ihre Preise nur selten erhöht. Zum 1. Januar 2010 müssen drei Anbieter nun gestiegene Kosten an ihre Kunden weitergeben.

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Stiftung Warentest

Ökostrom macht glücklich

Stiftung Warentest hat die Serviceleistungen von Stromanbietern getestet. Das Informationsangebot für Neukunden der vier echten Ökostromanbieter wurden jeweils mit GUT bewertet. Untersucht wurden die Kontaktmöglichkeiten per Telefon und E-Mail und die Website. Auf dem ersten Platz von 17 Stromanbietern landete Naturstrom (1,6), nur knapp dahinter stehen auf den Plätzen drei bis fünf Lichtblick (2,0), Greenpeace Energy (2,1) und EWS Schönau (2,2).

Auch die Tarifbedingungen der Ökostromanbieter sind verbraucherfreundlich. Stiftung Warentest hat hier unter anderem auf die Kündigungsfristen, Zahlungsmodalitäten, Preisanpassungen in der Vergangenheit und den Serviceumfang geachtet. Das Ergebnis für alle Ökostromanbieter: GUT. Ganz vorn liegt der Privatkundentarif von Greenpeace Energy (1,8), es folgen EWS Schönau (2,2) und Naturstrom (2,2) und Lichtblick (2,5).

Der Test hat auch ergeben, dass Ökostromkunden deutlich zufriedener sind. Den Spitzenwert erreichen Greenpeace Energy und Lichtblick mit 98 Prozent von "zufriedenen" und "sehr zufriedenen" Kunden. Auf Platz drei und vier stehen EWS Schönau (97%) und Naturstrom (96%). Auf den letzten Plätzen landen die Atomkonzerne E.ON, RWE und EnBW und die Stromdiscounter TelDaFax und Flexstrom.

Stiftung Warentest hat sich auch nach den Gründen für den Stromwechsel erkundigt. Überragendes Kriterium ist der Preis (71 Prozent) und der Protest gegen eine Preiserhöhung (45 Prozent). Auf Platz 3 landeten mit jeweils 22 Prozent Zustimmung die Aussagen: "Ich wollte einen Anbieter, der von den vier großen Stromkonzernen (EnBW, E.ON, RWE, Vattenfall) unabhängig ist" und "Ich wollte zu einem Ökostromanbieter wechseln."

Das Gesamturteil von Stiftung Warentest zu Ökostrom: "Wer mit der Wahl eines Stromtarifs ein Zeichen für Klimaschutz und Energiewende setzen will, sollte einen Anbieter wählen, der ausschließlich umweltschonend erzeugten Strom verkauft. Im Test sind das EWS Schönau, Greenpeace Energy, Lichtblick und Naturstrom."

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Stiftung Warentest: "Stromtarife: Ökostromanbieter vorn"

Preisvergleich

Atomstrom ist teuer

Gleich mehrere Studien zeigen: Atomstrom ist teuer. Damit ist nicht (nur) gemeint, dass der Atommüll noch ungeahnte Kosten verursachen wird oder die Kraftwerke nicht ausreichend versichert sind. Auch heute schon zahlen Kunden mehr für Atomstrom als für anderen Strom.

Das Öko-Institut hat die Strompreise in einzelnen EU-Mitgliedstaaten verglichen und kommt zu dem Ergebnis, dass es "keinen Zusammenhang zwischen hohem Kernenergie-Anteil und Strompreisniveau" gibt. "Im Gegenteil: Es finden sich sowohl Staaten mit hohen Kernenergieanteilen und sehr hohem Preisniveau für Haushalts- und Industriekunden als auch Staaten mit niedrigem Kernenergieanteil und niedrigem Preisniveau", berichtet das Handelsblatt.

Deutsche Haushalte müssen statistisch sogar mehr für ihren Strom bezahlen, je größer der Atomstromanteil ist. Das ist das Ergebnis eines repräsentativen Preisvergleichs von über hundert Stromtarifen im ganzen Bundesgebiet, den die Deutsche Umwelthilfe durchgeführt hat.

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Aktiv werden

Flugblätter bestellen

Haben Sie sich selber schon informiert und sind zu Ökostrom gewechselt? Super! Dann helfen Sie mit, dass noch mehr Menschen erfahren, wie einfach es ist, kein Geld mehr an Atomkonzerne zu bezahlen. Sie können kostenlos (gegen freiwillige Spende) unsere Flugblätter und anderes Aktionsmaterial bestellen.

Machen Sie mit bei "Atomausstieg selber machen" und informieren Sie Freunde und Verwandte, Kolleginnen und Nachbarn und alle, die sonst noch interessiert sein könnten. Ihre Empfehlung ist glaubwürdiger als alle teuren Werbekampagnen der Atomkonzerne!

Informieren

Studie warnt vor Ökostrom-Mogelpackungen

Ökostrom wird immer beliebter. Doch bringen die Tarife mit schönen Namen wie "Grünstrom", "Naturenergie" oder "ProKlima" wirklich etwas für die Umwelt? Eine Studie des Energiewissenschaftlers Professor Uwe Leprich (Hochschule Saarbrücken) hat ergeben: bei vielen Ökostrom-Angeboten kaufen die Unternehmen nur billige Zertifikate aus alten Wasserkraftwerken (sogenannte RECS-Zertifikate), aber nicht den Strom selber. In Deutschland wird mit den RECS-Zertifikaten Atom- und Kohlestrom "grün gefärbt" und umweltbewussten Kunden als Ökostrom angeboten. Neue Wind-, Wasser- und Solarkraftwerke werden dadurch nicht gefördert.

Prof. Leprich nennt zwei Kriterien für echte Öko-Strom-Angebote: Investitionen in neue Öko-Kraftwerke und detaillierte Informationen über die tatsächliche Herkunft des Stroms. Guter Ökostrom wird von Unternehmen angeboten, die nachweislich alle Anstrengungen auf den Ausbau umweltfreundlicher Kraftwerke lenken, ganz ohne Kohle- und Atomstrom.

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Studie: Fokus Ökostrom: Bestandsaufnahme und Perspektiven (PDF)