Ökostrom gilt als teuer – doch das Gegenteil stimmt! Wind-, Wasser- und Sonnenenergie sichern langfristig stabile Preise. Die erneuerbaren Energie kommen ohne Brennstoff aus und vermeiden zudem hohe Kosten für die Schäden und Risiken der Atomkraft und von Kohleverbrennung. Der bewusste Umgang mit Energie führt bei vielen Ökostromkunden dazu, dass sie ihren Stromverbrauch senken können. In manchen Regionen kann man mit dem Wechsel zu Ökostrom sogar direkt sparen. Denn die Ökostromversorger haben in den letzten Jahren ihre Preise nur selten erhöht. Zum 1. Januar 2010 müssen drei Anbieter nun gestiegene Kosten an ihre Kunden weitergeben.
In dem Flugblatt "Atomausstieg selber machen" ist eine Tabelle dargestellt, die noch bis 31. Dezember 2009 gültig ist (dies ist vermerkt). Ab 1. Januar 2010 gelten folgende Preise:
Anbieter | Grundpreis pro Monat | Verbrauchspreis pro kWh |
|---|
EWS Schönau | 6,90 € | 22,70 ct/kWh |
Greenpeace Energy | 8,90 € | 23,60 ct/kWh |
Lichtblick | 8,95 € | 21,99 ct/kWh |
Naturstrom (Neukunden) | 7,95 € | 19,90 ct/kWh |
EWS, Greenpeace Energy und Naturstrom bieten eine Preisgarantie bis 31.12.2010 (Nettopreise, vorbehaltlich etwaiger Erhöhungen der Umsatzsteuer, Stromsteuer oder sonstiger gesetzlicher Abgaben).
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Infoblatt: Preisänderungen 2010 (PDF)
Beispiele
Angegeben ist der Jahresbetrag für die jeweilige Strommenge einschließlich der monatlichen Grundgebühr. Alle Angaben ohne Gewähr.
 | 1.300 kWh pro Jahr30-34 Euro pro Monat für den Single-Haushalt
EWS: 377,90 Euro LichtBlick: 393,27 Euro Greenpeace Energy: 413,60 Euro Naturstrom: 354,10 Euro
Eingesparter Atommüll*: 900 mg CO2-Ersparnis*: ca. 660 kg |
 | 2.400 kWh pro Jahr48-56 Euro pro Monat für zwei Personen
EWS: 627,60 Euro LichtBlick: 635,16 Euro Greenpeace Energy: 673,20 Euro Naturstrom: 573,00 Euro
Eingesparter Atommüll*: 1.700 mg CO2-Ersparnis*: ca. 1.200 kg |
 | 3.600 kWh pro Jahr 68-80 Euro pro Monat für Vater, Mutter, Kinder
EWS: 900,00 Euro LichtBlick: 899,04 Euro Greenpeace Energy: 956,40 Euro Naturstrom: 811,80 Euro
Eingesparter Atommüll*: 2.500 mg CO2-Ersparnis*: ca. 1.800 kg |
 | 5.000 kWh pro Jahr 100 Euro pro Monat für die große Wohngemeinschaft
EWS: 1.217,80 Euro LichtBlick: 1.206,90 Euro Greenpeace Energy: 1.286,80 Euro Naturstrom: 1.090,40 Euro
Eingesparter Atommüll*: 3.500 mg CO2-Ersparnis*: ca. 2.500 kg |
* ungefährer Wert für alle Ökostrom-Anbieter, im Vergleich zum bundesdeutschen Strommix 2008
Fotos: 1. CC-BY-SA exalted 2. CC-BY motograf 3. CC-NC-ND Akbar Simonse 4. CC-BY Zeitfixierer
Warum wird der Strom teurer?
Ein Grund für die Strompreiserhöhungen sind gestiegene Preise für die Nutzung der Stromnetze. Einer der Ökostromanbieter nimmt hierzu Stellung:
"Die großen Energiekonzerne erhöhen als Eigentümer der Stromnetze schon seit Anfang 2009 die Gebühren für ihre Nutzung deutlich – und nächstes Jahr noch drastischer. Über beide Jahre entspricht das einer Steigerung von rund 15 Prozent, in einigen Regionen sogar von bis zu 30 Prozent. Die Gebühren machen mehr als ein Viertel des gesamten Strompreises aus."
Um den Strom zu liefern sind die Ökostromanbieter auf die vorhandenen Stromnetze angewiesen. Die wichtigsten davon – die Übertragungsnetze – gehören in Deutschland den vier großen Energiekonzernen Vattenfall, RWE, E.ON und EnBW. Auch ein Großteil der regionalen Verteilnetze gehört Tochterunternehmen der Konzerne oder Stadtwerken, an denen die Konzerne häufig beteiligt sind. Die Ökostromanbieter müssen Gebühren für die Nutzung dieser Netze zahlen. Damit werden Betrieb, Wartung und Ausbau der Stromleitungen der jeweiligen Netzbetreiber finanziert. Die Höhe der erforderlichen Gebühren ist jedoch umstritten. Weder Ökostromanbieter noch Umweltverbände erhalten Einblick in die Kalkulationen.
2010 steigen auch die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dies ist eine wichtige Investition in ökologische und bezahlbare Energie von morgen. In Deutschland wird 2010 bereits ein Fünftel des Stroms ohne klimaschädliche Emissionen und ohne atomare Restrisiken erzeugt. Auch dank Ihrer Unterstützung!
Wir hoffen, dass Sie weiterhin Interesse an Ökostrom haben und aktiv bleiben. Grade jetzt ist es wichtig, den Druck auf die Atomindustrie zu verstärken und den Ausbau erneuerbarer Energien zu beschleunigen!
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Infoblatt: Preisänderungen 2010 (PDF)
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