Elektrizitätswerke Schönau GmbH
Die Elektrizitätswerke Schönau sind 1991 aus einer Bürgerinitiative entstanden. Mit dem "Sonnencent", der über den Strompreis erhoben wird, fördern sie neue Ökokraftwerke. Sie engagieren sich zudem politisch. Ihre aktuelle Kampagne "100 gute Gründe" dient nicht nur der Kundenwerbung, sondern informiert auch über die vielen Gefahren der Atomkraft.
Stromherkunft (2009): Wasserkraft aus Neuanlagen in Norwegen, kleiner Anteil Erdgas mit hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung aus Deutschland
Eigentümer: Genossenschaft "Netzkauf EWS"
Stromkunden: ca. 90.000
1. Woher kommt der EWS Strom?
Die EWS setzen auf einen Mix von regenerativen Energien und hocheffizienter Kraftwärmekopplung als Säulen einer klimaschonenden und atomfreien Energieversorgung. Die Produzenten des EWS Stroms sind nicht mit der Atomwirtschaft verflochten - dieses wichtige Kriterium wird, ebenso wie die Zusammensetzung des Stroms und die Förderung von Neuanlagen, jährlich vom TÜV Nord überprüft. Der Strommix stammt im Jahr 2008 zu 5% aus Kraft-Wärme-Kopplung, zu 77% aus Wasserkraftwerken und zu 18% aus Strom, der nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) erzeugt wurde.
Strommix von EWS Schönau 2008 (PDF)
2. Wie fördere ich als EWS-Kunde den Ausbau Erneuerbarer Energien?
Gleich auf doppelte Weise: da die EWS einen großen Anteil ihres Stroms aus neuen regenerativen Anlagen beziehen, entsteht durch die ständig steigende Nachfrage ein Anreiz in solche Anlagen zu investieren. Außerdem ist im Strompreis der so genannte "Schönauer Sonnencent" enthalten, mit dem neue ökologische Stromerzeugungsanlagen der EWS-Kunden gefördert werden. Auf diese Weise sind bisher schon 1200 sogenannte Rebellenkraftwerke überall in Deutschland entstanden. Die EWS arbeitet dabei auch eng mit örtlichen Initiativen zusammen, um lokale Projekte zu unterstützen.
3. Wem gehören die EWS?
Nach Tschernobyl beschlossen Schönauer Bürger und engagierte Mitstreiter, für eine nachhaltige Energieversorgung einzutreten. Neun Jahre und zwei Bürgerentscheide später kauften sie das örtliche Stromnetz von einem Atomkraftwerksbetreiber frei. Seitdem betreiben die bürgereigenen EWS das Ortsnetz ökologisch vorbildlich und versorgen bundesweit Haushalts-, Gewerbe- und Industriekunden mit sauberem Strom. Die 650 Gesellschafter der EWS setzen nicht auf maximalen Gewinn, sondern investieren in eine nachhaltige Energieversorgung und fördern Stromeinsparung ebenso wie die Erneuerbaren Energien.
4. Was kostet der EWS-Strom?
Grundpreis: 6,95 Euro pro Monat (entspricht 83,40 Euro pro Jahr)
Arbeitspreis: 22,7 Cent pro Kilowattstunde (entspricht 227 Euro/1000 kWh)
Preisgarantie bis 31.12.2010, vorbehaltlich etwaiger Erhöhungen der Umsatzsteuer
Hinweis: "Atomausstieg selber machen" nimmt keine Provision oder andere finanzielle Unterstützung der empfohlenen Ökostromanbieter an.
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Ökostromvertrag von EWS Schönau (PDF)
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