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3. Was bewirkt der Wechsel des Stromversorgers?

Wenn Sie zu Ökostrom wechseln, wollen Sie ja nicht nur 100% umweltfreundlichen Ökostrom aus Erneuerbaren Energien, sondern Sie wollen ja auch, dass Ihr Stromanbieter selbst dahinter steht und sich für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren einsetzt. Und nicht weiter sein Konzept für Atom und Kohle fährt!

Hier besteht der wesentliche Unterschied zwischen konventionellen Stromversorgern und Ökostromanbietern: beim Geldfluss.

Wirtschaftlich funktioniert der Stromhandel ja so: Die Stromkunden zahlen an den Stromanbieter. Dieser kauft Strom ein und zahlt Netzgebühren. Der Stromanbieter hat aber noch weitere Ausgaben - eigene Betriebskosten, Werbung, Steuern und Abgaben, eventuell Öko-Zertifikate und Investitionen in neue Kraftwerke. Vor allem auf zwei Ausgabeposten kommt es nun an: Stromeinkauf und Investitionen.

Stromeinkauf direkt beim Öko-Kraftwerk

Jeder Stromhändler muss zu jeder Zeit so viel Strom ins allgemeine Stromnetz liefern, wie seine Kunden benötigen. Kurzfristige Schwankungen werden von den Netzbetreibern ausgeglichen. Manche Stromhändler haben eigene Kraftwerke, aber die meisten bestellen den Strom einige Monate im Voraus an der Strombörse.
Einen anderen Weg gehen die echten Ökostromanbieter: Sie kaufen den Strom direkt bei Öko-Kraftwerksbetreibern und sorgen dafür, dass sich der Neubau dieser Anlagen überhaupt lohnt und möglich wird.

Investionen in neue Öko-Kraftwerke

Noch deutlicher wird der Nutzen von Ökostrom bei den Investitionen. Die reinen Ökostromanbieter investieren ausschließlich in Öko-Kraftwerke. Welche Anlagen gebaut wurden, kann man auf den Internetseiten sehen (siehe rechte Spalte).

Gewinne

Die Überschüsse aus dem Stromhandel werden investiert oder als Gewinne an die Eigentümer ausgeschüttet. Auch dabei bieten die Ökostromanbieter Besonderheiten: zum Beispiel ist Greenpeace Energy eine Genossenschaft mit 21.000 Mitgliedern, die aus Prinzip nicht gewinnmaximierend arbeitet.

Frage: Woran erkenne ich, ob ein Stromversorger sich wirklich für die Umwelt einsetzt oder ob er nur so tut?

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Text: Florian Noto/Atomausstieg selber machen, Foto: philippbosch

Ökostrom-Hotline: 0800 - 7 62 68 52
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Wo kaufen die Öko- Stromanbieter Strom ein?

Die Ökostromanbieter kaufen den Strom bei Kraftwerks-Betreibern, die umweltfreundlich wirtschaften und nicht mit der Atomindustrie verflochten sind.

Elektrizitätswerke Schönau:
Wasserkraftwerke in Norwegen und Deutschland

Greenpeace Energy:
viele kleine Laufwasserkraftwerke und Windparks in Deutschland und Österreich

Lichtblick: viele kleine und große Laufwasserkraftwerke in Norwegen und Österreich, Windparks in Dänemark

Naturstrom: zum größten Teil aus vielen kleinen Wind- und Wasserkraft-Anlagen in Deutschland

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Welche Kraftwerke haben die Ökostromanbieter neu gebaut?

Mit den Überschüssen aus dem Stromhandel finanzieren die Ökostromanbieter neue Öko-Kraftwerke.

Elektrizitätswerke Schönau: Förderung Rebellenkraftwerke

Greenpeace Energy:
Unsere Kraftwerke

Lichtblick: Investitionen in die Zukunft der Energie

Naturstrom: Geförderte Anlagen

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Hinweis: Die Anlagen wurden in unterschiedlichem Maße gefördert. Die Zahl von Anlagen sagt nichts über die Fördersumme aus.